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Le Mas Soubeyran
F30140 MIALET
France

Öffnungszeiten :

Jeden Tag vom 1. März bis 30. November : von 9.30 bis 12.00 Uhr und
von 14.00 Uhr bis 18h00 Uhr

Jeden Tag im Juli und August :
von 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr

tél +33 (0)4 66 85 02 72

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Geschichte des „Désert“

Warum die Wüste (le Désert) ?

In der Geschichte des französischen Protestantismus bezeichnet der Ausdruck „Désert“ die Zeit von der Widerrufung des Edikts von Nantes (1685) bis zur Französischen Revolution (1789).

Das französische Wort „le Désert“ bezeichnet weit mehr als die deutsche Übersetzung mit „Wüste“. „Le Désert“ kann ebenso ein verborgener Ort sein, kann Einsamkeit und Abgeschiedenheit von der Welt bedeuten. „Die Wüste durchquert haben“ bedeutet im französischen „eine schwierige Zeit hinter sich haben“, aus der Vergessenheit auftauchen.

Nachdem den Protestanten die Konfessionsfreiheit genommen worden war, waren sie gezwungen, ihren Glauben heimlich zu leben. Sie trafen sich fernab der Städte, an verborgenen und einsamen Orten : in den Wäldern, den Garrigues, den Grotten oder Schluchten (nicht nur im Haut-Languedoc, sondern auch in den Gegenden Poitou, Dauphiné und Vivarais).

Das Wort « Désert » hatte für die Protestanten damals zusätzlich eine biblische Bedeutung. Auch die Hebräer waren 40 Jahre lange durch die Wüste geirrt. Sie hatten die Wüste als Ort unerfreulicher Abenteuer erlebt, als Ort der Versuchung und der Hoffnungslosigkeit, aber auch als Ort, an dem das Wort Gottes hörbar wurde.

Diese Geschichte, die vom Musée du Désert beleuchtet wird, betrifft ganz Frankreich, hat aber besonders das Languedoc und die Cévennen geprägt, wo der Protestantismus seit dem Beginn des 16. Jahrhunderts weiträumig verbreitet ist.

 
 
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